Zurück Druckversion Artikel versenden |
| |

|
|
|
Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung Veldens. |
|
| Die Marktgemeinde Velden am Wörthersee feierte
ihr 150jähriges Bestehen als selbständige Gemeinde im Millenniumsjahr
2000 als Ausdruck ihrer Dankbarkeit für eine stete Weiterentwicklung
in anderthalb Jahrhunderten bewegter Zeiten. |
|
|
|
| 8. - 4. Jh. v. Chr. |
Nachweis ständiger Besiedelung und örtlicher
Metallverarbeitung während der Hallstattzeit im Gebiet des heutigen
Veldens |
Römerzeit
1. - 6. Jh. n. Chr. |
"Tasinementum", Raststation im Gebiet
des heutigen Veldens an der Römerstraße von Virunum (nördlich
von Klagenfurt) nach Santicum (Villach) |
| 902 |
1. urkundliche Erwähnung eines Gehöfts
im Gebiet des heutigen Veldens ("... in summitate laci ...") |
| 1263 |
1. urkundliche Erwähnung des Namen Veldens
(in lateinischer Form: "campus") |
| 1436 |
1. urkundliche Erwähnung einer mittelalterlichen
Taverne |
| 1590 - 1603 |
Bau des Schloß Velden ("... zum gemütlichen
Khurzweil ...") durch Bartholomäus Khevenhüller |
| 1853 |
Aufnahme der Linienschiffahrt am Wörthersee
mit dem Raddampfer "Maria Wörth" |
| 1864 |
Inbetriebnahme der Bahnlinie von Klagenfurt nach
Villach |
| 1865 |
Eröffnung der 1. Öffentlichen Badeanstalt |
| 13.03.1881 |
Großbrand vernichtet einen großen Teil
des alten, bäuerlichen Velden. Anschließend, noch vor Beginn
der Badesaison, Wiederaufbau zum modernen Villen-Kurort. |
| 1891 |
Umbau des Schloß Velden zum Schloß-Hotel |
| 1922 |
Eröffnung des Casino Velden |
| 1934 |
Übernahme des Casinos durch die Staatliche
Spielbanken AG, dem Vorgänger der heute tätigen Casinos Austria
AG |
| 26.05.1989 |
Einweihung des Casino-Neubaues |
| 1989 |
vorläufiges Ende des Hotelbetriebes im Schloß
Velden |
| 1990-1992 |
Dreharbeiten (3 Staffeln) zur TV-Serie "Ein
Schloß am Wörthersee" |
| 1990 |
Gunther Sachs kauft Schloß Velden und läßt
es in den darauffolgenden Jahren sehr aufwendig renovieren. |
Ihren Aufstieg von einem unbedeutenden Dorf zu einem internationalen Alpenseebadeort
verdankt die Gemeinde Velden einmal ihrer günstigen geographischen
und bioklimatischen Lage, zum anderen - trotz ihrer Abhängigkeit von
der politischen und wirtschaftlichen Gesamtlage des Landes - dem Fleiß
und den Initiativen ihrer Bürger, ihres Gemeinderates und ihrer Bürgermeister.
Politisch gehörte Velden in seiner frühen Periode seit dem 12.
Jahrhundert zur Herrschaft und Burg Hohenwart, in deren Besitz die Grafen
von Ortenburg und Cilli, dann der Millstätter St. Georgs-Orden und
schließlich die Habsburger waren. Von letzteren erwarben 1545 die
Khevenhüller neben der Herrschaft Landskron auch die Herrschaft Velden.
Die seit 1603 selbständige Herrschaft Velden gelangte 1629 in den Besitz
der Grafen von Dietrichstein. Bei ihrer Auflösung durch das Gemeindegesetz
vom 17. März 1849 umfasste das Gemeindeterritorium die Katastralgemeinden
Velden, Augsdorf, Duel, Lind Emmersdorf, Kerschdorf, Köstenberg und
Sand.
Am 1. Januar 1850 wurde aus diesen Gemeinden die selbständige Großgemeinde
Velden, die im 19. und 20. Jahrhundert durch Verwaltungsreformen mehrmals
ihre Größe änderte. So wurden 1866 die Katastralgemeinden
Augsdorf, Duel, Emmersdorf, St. Egyden, Kerschdorf, Köstenberg, Latschach
und Lind nach Auflösung der Großgemeinde Velden in der Ortsgemeinde
Augsdorf zusammengefasst. 1889 entstand die selbständige Ortsgemeinde
Köstenberg mit den Katastralgemeinden Köstenberg und Kerschdorf.
1902 wurde die Ortsgemeinde Augsdorf geteilt. Jetzt bestanden die Ortsgemeinden
Augsdorf mit den Steuergemeinden Augsdorf, St. Egyden und Latschach, sowie
die Ortsgemeinde Lind ob Velden mit den Steuergemeinden Lind, Emmersdorf
und Duel. 1924 wurde der Umfang Veldens erneut abgeändert. Hinzu kamen
die Ortschaften Augsdorf, Duel, Auen und Unterjeserz. 1934 fand ein Gebietstausch
zwischen den Gemeinden Köstenberg und Velden statt. 1963 kam schließlich
Lind mit Duel zu Velden. Die Ortsgemeinde wurde am 2. Mai 1947 zur Marktgemeinde
erhoben. Eine wichtige bis heute bestehende Veränderung in der Gemeindestruktur
brachte das 1972 das Gesetz über die Neuordnung der Gemeindestruktur
in Kärnten. Mit Velden wurden die Gemeinden Augsdorf, Köstenberg
sowie Teile der Gemeinden Wernberg (Sand, Kerschdorf) und Teile von Techelsberg
(im Austausch) zur Marktgemeinde Velden vereint. Damit hat Velden praktisch
in seinen Grenzen die Größe von 1850 wieder erreicht. Neben dem
seit Jahrhunderten bestehenden Verkehr auf der alten, durch den Ort führenden
Reichstraße kamen entscheidende Impulse in der Entwicklung zum Fremdenverkehrsort
durch die Eröffnung der Wörtherseeschifffahrt im Jahre 1853 und
durch die wichtige 1864 erfolgte Einweihung der Eisenbahnstrecke Klagenfurt-Villach.
Dadurch war der aufblühende Ort in die verkehrspolitische Infrastruktur
von Straße, Schiene und Schifffahrt fest eingebunden. Zum wirklichen
internationalen Alpenseekurort entwickelte sich Velden durch den Bau der
Tauernautobahn in Richtung Norden im Jahre 1909. In heutiger Zeit kamen
die Autobahnen durch die Tauern, das Kanaltal, die Karawanken und über
die Pack hinzu, die jeden Gast im eigenen Fahrzeug nach Velden bringen können.
1864 erfolgte die Eröffnung der ersten Veldener Badeanstalt, der bald
weitere folgten. Sie machten das Baden im See zu einem ebenso wichtigen
Zweig des Kurortes, wie die Sorge der aufstrebenden Gastronomie um das leibliche
Wohl seiner Gäste. In der frühen Balneologiegeschichte zeugte
die erste Kneipp-Kuranstalt Kärntens im Auenhof seit den 90er Jahren
des 19. Jahrhunderts und die Dr. Engstlersche Wasserkuranstalt seit 1908
als eine der ersten am Wörthersee für die Initiativen Veldens
auch auf dem gesundheitlichen Sektor. Aus einem Dorf von 3.356 Einwohnern
im Jahre 1850 mit Emmersdorf (283), Lind (279), Duel (236), Kerschdorf (423),
Köstenberg (512), Velden (489), Augsdorf (427), St. Egyden (384) und
Latschach (323) wurde im Jahre 2000 eine Marktgemeinde mit 8617 Einwohnern.
|
|
|
|